Pastoren

Seit der Reformationszeit gibt es ein lückenloses Verzeichnis von allen Pastoren, die jemals in dieser Kirche angestellt waren. Die Kirche ist seit ihrer Gründung   über 1000 Jahren lang natürlich katholisch gewesen.

Im Jahr 1560 bekannte sich Graf Hermann von Moers und Neuenahr mit seiner gesamten Grafschaft zum reformierten Glauben; der Repelner Priester, der bis dahin katholische Amtshandlungen vollzog, verkaufte die nicht mehr benötigten Monstranzen und Gewänder für 75 Klevische Taler und seine gesamte Gemeinde wurde evangelisch. Sein Name war

1.     Arnols Steurs 1561 – 1601

es wird vermutet, dass er in Wesel geboren wurde. Er war Vikar in Moers, bei dem berühmten Pfarrer Hendrik van Bommel. Van Bommel wurde von seinem Moerser Grafen zu Luther nach Wittenberg geschickt, um dort zu studieren. Er brachte die neue Lehre mit, und sein Vikar Arnold Steurs nahm sie freudig auf. Beim Einbruch der Spanier in die Grafschaft Moers wurde Arnold Steurs vertrieben. Die Kiche war 8 Jahre lang ohne Pfarrer und wurde von Baerl mit verwaltet.

2. Johann Neomagus 1601 – 1608

Er war Pfarrer in Baerl und versorgte nur für einige Jahre Repelen mit. Sein Vater Eusebius Neomagus war Pfarrer in Budberg, später in Homberg.  Johann heiratete 1628 Mechelt Schmitz aus Moers.

3. Franz Homberg 1608 – 1622

Nachdem das Pfarramt in Repelen 8 Jahre lang nur provisorisch vom Baerler Pfarrer Remagus mit versorgt wurde wählte man nun endlich einen eigenen Pfarrer. Franz Homberg war seit 1576 Pastor in Bornheim, und hatte sich dort als unerschrockener Zeuge des Evangelismus bewiesen.  Er mußte 1607 seine Stelle verlassen, weil er vom Werdener Abt Conrad II. bei der klevischen Regierung verklagt wurde.  Als er in Repelen sein Amt übernahm, nannte er sich Franziskus Hombergius. Während seiner Dienstzeit ging er unerschrocken und beständig gegen üppiges Leben und gegen Sonntagsentheiligung vor.

4. Johann Luiscius 1622 – 1662

In Repelen erhielt er seine erste Pfarrstelle und er blieb in Repelen, bis er nach 40 jähriger Amtszeit hier starb.  Er ist einer dieser Pastoren, die nachweislich innerhalb der Kirchenmauern beerdigt wurden. Unter ihm wurden die alten Glocken neu vergossen. Kurz nachdem er seinen Dienst angetreten hatte, heiratete er am 11. Oktober 1622 Margret Eilbracht. 1628 bekamen die Eheleute Luiscius einen Sohn, der am 8. Oktober getauft wurde. Der Sohn wurde später Pastor in Jüchen.

5. Arnold Loiting 1663 – 1672

Er stammt aus Zwolle im heutigen Holland. Seit 1657 arbeitete er als Pastor in Hoerstgen. In Repelen waren ihm nur 10 Jahre vergönnt, dann starb er und hinterließ 3 Söhne, die alle an der Universität in Duisburg studierten. Auch sein Grab ist in der Repelner Kirche nachgewiesen.

6. Bernhardus  Vorstmann 1672 – 1675

Geboren in Orsoy hatte er seit 1664 schon in Budberg als Pastor gearbeitet. Wieder hatten die Repelner kein Glück mit ihrem Pfarrer, denn er starb bereits nach zwei Arbeitsjahren hier in Repelen. Er wurde nicht auf dem Friedhof, sondern in der Kirche beigesetzt.

7.   Jakob Streso 1676 – 1677

Geboren in Moers als Sohn des dortigen Gemeindepfarrers. 1670 wurde er vom dortigen Gemeinderat als Gehilfe seines Vaters in Moers gewählt. 1676 kam er nach Repelen, blieb aber nur ein Jahr, weil sein Vater in Moers starb, und die dortige Gemeinde ihn zu seinem Nachfolger berief. Er blieb aber dort nicht sehr lange; 1680 stand er im Dienst der reformierten Gemeinde in Holland und atarb 1708 in Amsterdam.

8.   Clemens Streso 1677 – 1698

Clemens war der Bruder des vorherigen Pfarrers. Seit 1670 studierte er in Duisburg und in Leiden. Hier in Repelen blieb er 21 Jahre, folgte dann aber seinem Bruder nach Amsterdam, wo er 1699 zum Herrschaftlichen Prediger ernannt wurde. Er starbdort im Jahr 1718. Er war ein ganz bekannter Schriftsteller und hat vornehmlich Auslegungen zum Neuen Testament in holländischer Sprache veröffentlicht. Das Holländische war zur damaligen Zeit hier am Niederrhein eine gebräuchliche Umgangssprache, und es war nichts besonderes, wenn Pastoren hier wie dort predigten. Man verstand sie überall. Als man ihn nach Amsterdam abwerben wollte, kam eine ganze Delegation von dort; Prediger Joh. Schmidt, Jakob Streso und einem Ältesten. Sie erschienen am 16. August 1699 in Repelen vor dem Kirchenrath und brachten ihr Anliegen vor. Die Repelner Kirchenrat erkannte in diesem ordnungsmäß ergangenem Ruf die göttliche Vorsehung, sprach dem Prediger Streso für seine treue 22 jährige Amtsführung seinen Dank aus und entließ ihn somit, wenn auch sehr ungern, aus dem Amt der hiesigen Gemeinde.

9.   Gerhatrd Paw 1700 – 1706

Er kam aus Holland. Die gesamte Grafschaft Moers war seit der Schenkung an Moritz von Oranien über 100 Jahre lang in Holländischer Verwaltung, und den Moersern ging es dabei richtig gut. Deshalb war es für Gerhard Paw auch sehr unverständlich, dass die Grafschaft durch Erbschaft an die Preußen fiel. Er wollte der neuen Obrigkeit nicht dienen und weigerte sich, die Preußen anzuerkennen. Damit stand er in der Grafschaft nicht alleine und viele Moerser taten alles, um die Preußen wieder los zu werden, und die Partei des Nassau-Dietzischen Hauses zu unterstützen. Nach einem Gerichtsstreit wurde er am 11. Oktober 1706 seines Amtes enthoben; das Urteil wurde aber nie vollzogen, sondern ausgesetzt in der Hoffnung, er würde sich eines besseren besinnen. Er blieb im Amt, bis er 1707 freiwillig nach Holland zurück ging, wo er dann eine neue Stelle in Undeweetering bei Amsterdam fand.

10.   Matthias Barlen 1708   -   1738

Er wurde in Holland geboren, studierte in Duisburg und in Bremen. 1708 trat er sein Amt in Repelen an und verwahrte es bis zu seinem Tode. In seine Amtszeit fällt die Schenkung des silbernen Abendmahlskelches, der 1714 von den Eheleuten Gerhard Lanckes und Elisabeth geb.Winkels aus Lintfort in Auftrag gegeben wurde, und der bis heute immer noch benutzt wird. Barlen starb 1738; noch im gleichen Jahr wurde sein Stiefsohn zum Nachfolger gewählt.

11.   Daniel Theodor von Essen 1739 – 1755

In Issum geboren, als Sohn des dortigen Pfarrers Johann von Essen. Nach des Vaters Tod heiratete die Mutter den Pfarrer Matthias Barlen von Repelen. Daniel Theodor wurde somit der Stiefsohn seines Vorgängers im Amt. Er studierte seit 1720 in Duisburg und wurde 1739 in Repelen eingeführt. In seine Amtszeit fällt die Schenkung des silbernen Brottellers für das Abendmahl 1742 von Wilhelm Dickman und dessen Frau Maria.  Er blieb 16 Jahre bis zu seinem Tod in Repelen; er starb am 8.Januar 1745, erst 45 Jahre alt. Nach seinem Tod wollte das Consistorium einen gewissen Kandidaten Bertram einsetzen. Die Gemeinde war damit nicht einverstanden und setzte durch, dass zur Neuwahl ebensoviele Gemeindeglieder zugelassen werden, wie Consistoriumsmitglieder. Dann wählte man. . .

12.   Peter Gisbert Faber 1755-1800

Sohn von Pastor Heinrich Faber aus Friemersheim. Er studierte in Duisburg und hatte in Repelen seine erste und einzige Pfarrstelle. In seiner 45 jährigen Amtszeit wurde der Turm neu erbaut. Sein Name ist im Grundstein des Turmes mit  erwähnt. Er hinterließ der Nachwelt die Schilderung über den Fund eines heidnischen Götzenbildes unter dem alten Turm. Zur Zeit seiner Amtsführung wurde die silberne Abendmahlskanne angeschafft, die heute noch verwendet wird, und die die Aufschrift trägt: Communiekanne der Kirche Repelen im Fürstenthum Moers anno 1773. Im Jahr 1800 trat er in den Ruhestand und starb 1809.

13.   Johann Peter Tönnes 1800 – 1802

Im Jahre 1777 als Sohn eines Kaufmanns in Elberfeld geboren, studierte er ab 1796 in Duisburg. Mit 23 Jahren wurde er Hilfsprediger in Repelen. Er war sehr Herzkrank und es wurde von ihm überliefert, dass er auf dem Wege vom Pfarrhaus zur Kirche sich setzen und ausruhen mußte. Nach zweijähriger Tätigkeit folgte er einem Ruf nach Neviges, wo er schon ein Jahr später im Alter von 26 Jahren starb.

14.   Christian Franz Werlemann 1803 – 1831

Sohn des Pfarrers Carl Wilhelm Werlemann in Gemen. 1800 kam er in das Pfarramt nach Alpen und zog 1803 nach Repelen. Im Jahr 1831 wurde er wegen Krankheit frühzeitig in den Ruhestand versetzt. Die Repelner Gemeinde hatte damals 1500 Seelen. Dieser Pfarrer litt an einer “Kanzelscheu” die daher kam, dass er nach dem Tad seiner Frau wieder geheiratet hat. Er hatte seiner ersten Frau auf dem Sterbebett versprochen, nicht mehr wieder zu heiraten. Nun glaubte er, dass seine erste Frau ihm in den Weg trete, wenn er auf die Kanzel steige. Er verrichtete nur noch die sonstigen Amtsgeschäfte, die Predigten hielt ein Vikar. Die Gemeindevertretung entschloß sich 1832, den Prediger Werlemann mit einer lebenslangen Pension von 225 Thalern in den Ruhestand zu schicken.

Gerhard Tremöhlen

15.   Gerhard Tremöhlen 1832 – 1869

Im 11. April 1800 auf Tremöhlens Hof im Niephauser Feld bei Repelen geboren, studierte er in Marburg. Danach wurde er Vikar in Baerl. Anschließend stand er dem kanzelscheuen Pfarrer Werlemann in Repelen zur Seite und predigte dort 3 1/2 Jahre  an seiner statt. 1832 wählte man ihn zu dessen Nachfolger. Im April 1835 hielt die preußische Agende ihren Einzug in der Gemeinde, die er durchsetzen musste.  Er starb an einer Lungenentzündung im 69. Lebensjahr. Die Gemeinde hatte im Jahr 1850 mehr als 1900 Seelen. Sein Grabstein steht heute noch gut erhalten hinter der Kirche.

16. Johannes Hörnemann 1869 – 1879

Johannes Hörnemann

 

Geboren am 31. August 1834  in Rumeln. Seine erste Anstellung fand er in Homberg bei Ratingen. Am 27. April 1896 wurde er zum Pastor gewählt. Er war ein gewaltiger Prediger und sein Ruf ging über die Grenzen der Gemeinde hinaus. Aus der ganzen Umgebung strömten die Leute zu seinen Gottesdiensten, und die Kirche faßte oft die Menge der Zuhörer nicht. Die dankbare Gemeinde legte eine freiwillige Zulage von 1000 Taler jährlich zu seinem Gehalt dazu. Unter seiner Anregung wurde 1877 das geräumige Vereinshaus gebaut. Er wurde 1880 von der Gemeinde in Elberfeld zum Pastor gewählt und verließ Repelen. Dort starb er am 20. April 1893.

Carl Seeger

Carl Seeger

17. Carl Seeger 1880 – 1889

Geboren am 30. April 1845 in Mülheim an der Ruhe,     studierte er in Bonn und Tübingen. 1868 wurde er Hilfsprediger in Eppendorf bei Hamburg und 1870 in Essen Borbeck. Er mußte vorübergehend im Schulhaus wohnen, weil das Pfarrhaus abgebrochen und ein neues Haus  im Bau war. 1874 wurde er lungenkrank und erholte sich nicht mehr richtig davon. Seine Frau starb früh und er heiratete erneut. Er schrieb eine Predigtsammlung und erlangte dadurch hohes Ansehen. Er starb im September 1890. Sein Grabstein ist heute noch hinter der Kirche zu sehen.

.

18. Jakob Haarbeck 1890 – 1894

Jakob Haarbeck

geboren am 21. Oktober 1861 in Neukirchen als jüngster von 8 Söhnen des Bürgermeisters Gustav Haarbeck. Er besuchte das Gymnasium in Moers und machte dort 1880 Abitur. Er studierte in Leipzig, Bonn und Straßburg. Die erste Anstellung erhielt er noch vor dem 2. Examen als Hilfsprediger der reformierten Gemeinde in Barmen. Seine erste Pfarrstelle hatte er in Sunderwick bei Bocholt. 1894 folgte er einem Ruf nach Elberfeld.

.

.

.

.

.

19.   Emanuel Felke 1894 – 1912

Geboren am 7. Februar 1856 in Kläden bei Stendal in der Altmark, besuchte dort das Gymnasium und studierte in Berlin.  Examen in Münster, bis 1883 Hilfsprediger in Barmen, dann 1 Jahr Pastor in Beeck, 2 Jahre in Wudike an der Priegnitz, danach 7 1/2 Jahre in Kronenburg. Von 1894 an Pastor in Repelen 17 1/2 Jahre lang.  Dieser Pastor war weit über die Grenzen des Landes als Heilpraktiker bekannt. Noch heute wird von dem Lehmpastor in Repelen gesprochen; und das kleine Felkemuseum im Jungbornpark legt davon Zeugnis ab. Er gründete in Repelen einen großen Kurbetrieb mit Kurhotel und Kurpark, und die dankbare Gemeinde setzte ihm in seinem Jungbornpark ein Denkmal. Er ging 1915 nach Sobernheim, (später Bad Sobernheim) und gründete dort die erste Felke Kurklinik.

Mehr Informationen über Pastor Felke gibt es  auf Wikipedia oder beim Felkeverein Moers-Repelen e.V.

.

.

20.   Robert Ferdinand Sohnius 1912 – 1936

Robert Sohnius

Geboren am 21.Juli 1870 in Lahrbach im Kreis Neuwied, als ältester Sohn des Lehrers Wilhelm Sohnius.  Seine Jugend verbrachte er in der Gemeinde Burscheid im Kreis Solingen.  Nach dem Besuch des Gymnasiums in Mülheim am Rhein und in Moers, studierte er Theologie in Bonn, Greifswald und Marburg. Er bestand im Herbst 1870 in Koblenz die theologische Prüfung, genügte der einjährigen Dienstpflicht in Köln und bestand Ostern 1895 die zweite theologische Prüfung. Er absolvierte bis Ostern 1896 das Predigerseminar in Soest und war dann bis 1905 im Dienst der Rheinischen Pastoratspflege. Er erhielt die erste Pfarrstelle durch das königliche Konsistorium in Dorler, Synode Wetztlar, wurde von dort im Jahre 1911 in die reformierte Gemeinde Nordheim in Hannover gewählt. Dort erging im Jahr 1912 an ihn die Berufung an die hiesige Gemeinde. Er war später mit den Machthabern des 3. Reiches nicht einverstanden und wetterte von der Kanzel herunter ständig in seinen Predigten gegen die Nazis. Bevor er sich um Kopf und Kragen redete, hat die Gemeinde ihm nahegelegt, sich mit 66 Jahren in den Ruhestand zu versetzen. In seine Amtszeit fällt auch die Trennung der Lintforter Gemeinde 1917 von Repelen. Er verstarb 1943 im Ruhestand in Moers mit 73 Jahren.

.

.

21.   Karl Faulenbach 1937 – 1944

Karl Faulenbach

Wurde 1907 in Wuppertal-Barmen geboren. Nach seinem Studium wurde er in Hamborn-Marxloh Hilfsprediger. Anschließend holte man ihn als Hilfsprediger nach Repelen.  Hier wurde er 1937 als Pfarrer eingeführt. Leider wurde er 1943 zum Militärdienst einberufen. Er kehrte nicht mehr nach Repelen zurück, sondern fiel im Jahr 1944 bei Racine in Lettland. Sein Sohn wurde später Professor und machte sich einen Namen als Kirchenwissenschaftler.

.

.

.

.

.

22.   Ernst Eduard Rocholl 1948 – 1952

Enst Eduard Rocholl

Er wurde 1916 in Düsseldorf geboren. Dort htte er auch seine Vikarzeit verbracht. Er war seit 1945 Pfarrverweser in Repelen und ist hier als Pfarrer im Jahr 1948 offiziell eingführt worden. Er ging 1952 als Pfarrer nach Seibersbach in den Hunsrück.  Er war als letzter Pfarrer für die gesamte große Kirchengemeinde Repelen zuständig, die durch Industriealisierung und Bergbau immer mehr Einwohner bekam. In seine Amtszeit fällt die Rückführung der großen Glocke, die die Machthaber des dritten Reiches beschlagnahmt hatten, zur Herstellung von Patronenhülsen. Dazu ist es dann doch nicht mehr gekommen und die Glocke ist im Oktober 1950 wieder auf den Turm gekommen, wo sie heute noch läutet. Zu dieser Zeit zählte die Gemeinde ca. 5300 Seelen, das war für einen einzelnen Pfarrer zu viel Arbeit, deshalb wurde 1952 eine zweite Pfarrstelle errichtet. 1955 baute man auch ein zweites Gemeindehaus, mit Gottesdienstraum, Jugendräumen, Kindergarten und Pfarrhaus. Von da an sollte es in Repelen immer 2 Pastoren geben, die sich die Arbeit teilten. 1960 zählte die Gemeinde 7100 Gemeindeglieder, 1970 waren es sogar ca. 8500 Personen die betreut werden mussten. Seit 1975 nahm die Zahl der Gemeindeglieder wieder langsam ab.

23.   Felix Georg Palmiè   1953 – 1960 I. Pfarrbezirk

Felix Palmiè

Am 17. Juli 1911 geboren, studierte er in Berlin. Nach seinem Studium verrichtete er seinen kirchlichen Dienst am Französichen Dom in Berlin. Anschließend hatte er eine Pfarrstelle in Ronshausen bei Kassel.  Während seiner Amtszeit 1955 wurde die gesamte Kirche renoviert und die enormen Kriegsschäden endlich beseitigt. Er verstarb mit 50 Jahren viel zu früh als Pfarrer in Oberwinter. Die Aufteilung der Repelner Gemeinde in zwei Pfarrbezirke brachte unter der Bevölkerung viel Streit und Unfrieden. Es stellte sich ein sehr nachteiliges “Konkurrenzdenken” ein und man beschimpfte sich sogar gegenseitig und grüßte sich nicht mehr. Das Presbyterium war derart zerstritten, dass es zu keinem vernünftigen Beschluß mehr fähig war,  und die übergeordnete Kirchenleitung bei Sitzungen des Presbyteriums einen externen Vertreter schickte, der für Ruhe sorgen sollte.

.

.

.


24.   Lambert Dietrich Schauen   1953 – 1961 II. Pfarrbezirk

Lambert D. Schauen

Lambert Dietrich Schauen

Er wurde am 15.Februar 1913 in Kamp Lintfort geboren.   Bevor er nach Repelen kam, war er als Pfarrer in Essen Altstadt tätig. Er studierte in Bonn, Tübingen, Marburg und Elberfeld. Neben seiner Gemeindearbeit hatte er die Aufgabe, die Einrichtung des neuen Gemeindezentrums voran zu treiben. Am 10.6.1953 fiel die Entscheidung über den Bauplatz des Gemeindezentrums Ecke Lerschstr. / Gerhart Hauptmann Str. Insgesamt  6500 qm wurde von der Rheinpreussen AG erworben.  Am 20.Mai 1955 konnte er mit seiner Familie in die neue Pfarrwohnung einziehen. Auch der Bau des eigentlichen Gemeindezentrums fiel in sein Amtsbereich, das aus Kinderrgarten, Jugendräumen, Gottesdienstraum und Wohnung für Erzieherin und Hausmeister bestehen sollte. Die Einweihung erfolgte am 11.März 1956.  Er blieb sieben Jahre im 2. Pfarrbezirk in Repelen und litt sehr unter den Streitigkeiten der beiden Pfarrbezirke.  1961 nahm er eine Pfarrstelle in Alsdorf an.

.

.

.

25.   Günther Minx     1961 – 1978 II. Pfarrbezirk

 

Günther Minx

geboren am 8. Februar 1913 in Berlin, dort aufgewachsen und sein Studium auch hier begonnen. Weiter hat er in Posen studiert, legte aber beide Examen wieder in Berlin ab. Er kam im Mai 1961 nach Repelen und wurde  1962 in den 2. Pfarrbezirk eingeführt. Er brachte eine Frau und drei Söhne mit. Ein Sohn wurde auch Pfarrer, einer Lehrer und der dritte studierte Medizin, starb aber früh noch als Student. Günter Minx blieb 17 Jahre lang in Repelen bevor er hier in den Ruhestand ging. In seine Amtszeit fiel die Renovierung der Kirche mit dem Einbau der neuen Fenster, der Bau des Gemeindehauses An der Linde und den Bau des Pfarrhauses im 1. Pfarrbezirk. Er sorgte mit seinem Amtsbruder Pfarrer Selter dafür, dass die beiden Pfarrbezirke sich wieder einigten und aufeinander zu gingen. Man feierte wieder gemeinsame Feste und man verstand sich wieder gut. Im Kirchenmuseum hängt der Talar und die Kopfbedeckung von Günther Minx und wird dort sehr in Ehren gehalten.

.

26   Friedel Selter     1960 – 1989 I.Pfarrbezirk

Friedel Delter

Friedel Selter

Geboren am 24. November 1929 in Neuwied. Besuchte dort das Gymnasium. Studium der Theologie in Bonn und Tübingen. Erstes Examen 1957. Zweites theologisches Examen 1960. Vikar in Rheydt und Duisburg Hamborn. 1960 wurde er als Hilfsprediger in den 1. Bezirk in Repelen eingewiesen. Hier in Repelen wurde er auch ordiniert und 1961 als Pfarrer gewählt und eingesetzt. Er kam also mit seinem Amtsbruder des 2. Pfarrbezirkes zeitlich fast gleich und man praktizierte gemeinsam einen neuen Anfang, weil die Gemeinde sehr zerstritten war.  Das funktionierte sehr gut und der Beigeordnete der übergeordneten Kirchenleitung,

Rosenbild

der immer noch bei Presbyteriumssitzungen anwesend war, brauchte in Zukunft nicht mehr zu kommen. Mit seinem Talent zum Gestalterischen sorgte er dafür, dass die neuen Kirchenfenster von einer Künstlerin geschaffen wurde, die das Bild der Rose in jedem Fenster immer anders darstellte. Mit der Rose ist Jesus Christus gemeint, und kein Bild gleicht dem anderen.

Er verstarb während einer Urlaubsreise am 26. Mai 1989 in Aleppo in Syrien. In seine Amtszeit fällt die Renovierung der Kirche mit einer Fußbodenheizung, einer angebauten Sakristei, mit Stühlen statt der Bänke und mit neuem Mobiliar für Kanzel und Abendmahlstisch. Finanziert wurde das alles teilweise  durch Auskiesung der kircheneigenen Ländereien und durch relativ hohes Kirchensteueraufkommen.  Die Gemeinde besaß damals  ca. 8700 Gemeindeglieder.  Trotzdem sogte er dafür, daß sehr gespart wurde und Rücklagen für die Gebäudeerhaltung gebildet wurden.

27.   Dieter Hudasch 1983 – 1991 II. Pfarrbezirk

Dieter Hudasch

Geboren am 4.September 1953 in Uerdingen; in Rumeln-Kaldenhaúsen als Sohn eines Bäckers aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte er in Wuppertal, Tübingen und Bonn. Er legte beide Examen in Düsseldorf ab, um anschließend eine Vikarstelle in Kapellen anzunehmen. Ab 1981 wurde er Hilfsprediger in Repelen, wo er 1983 als Pfarrer in den zweiten Bezirk gewählt wurde. Die Pfarrstelle war seit der Pensionierung von Pfarrer Minx vakant und wurde provisorisch vom Vikar des 1. Pfarrbezirkes Udo Brand mit versorgt.  Dieter Hudasch ging 1991 als Gemeindepfarrer  an seine Geburtsstadt Krefeld Uerdingen.

.

.

.

.

.

28.   Heinz-Jürgen Wagener 1990 – 2012………… I. Pfarrbezirk

 

Heinz-Jürgen Wagener

Geburtsort ist Duisburg-Meiderich; dort machte er auch am Max -Planck-Gymnasium sein Abitur. Ab 1967 studierte er in Wuppertal, danach Erlangen und Bonn. Seine Vikariatszeit verbrachte er in Troisdorf-Oberlar. 1975 kam er als Pastor im Hilfsdienst nach Mönchengladbach zur Friedenskirchengemeinde. Dort wurde er dann auch zum Pfarrer gewählt. Im Februar 1982 wechselte er dann zur Kirchengemeinde Mönchengladbach-Hardt. Am 2. April 1990 wurde er in die erste Pfarrstelle nach Repelen gewählt, wo er heute noch ( Jahr 2011 ) mit großem Engagement arbeitet. Unter großer Anteilnahme der Gemeinde heiratete er am 16.10.1992 Lilo Sommer in der Dorfkirche. Der damalige Superintendent Nikolaus Schneider, der später Präses der Ev.Kirche in Deutschland wurde, hielt die Festpredigt. Pfarrer Wagener geht im April 2012 nach fast 22 Jahren Dienstzeit in Repelen in den verdienten Ruhestand. Er wird Repelen nicht verlassen, sondern hier wohnen bleiben.

.

.

.

.

.


29.   Uwe-Jens Bratkus-Fünderich 1991 – .…………………..II. Pfarrbezirk

Uwe-Jens Bratkus-Fünderich

Als Nachfolger des nach Uerdingen gegangenen Pfarrers in den 2. Pfarrbezirk gewählt.

Eine Vitae wird später hinzugefügt.