Die Ahnengalerie

Am Eingang der Ahnengalerie  steht die letzte Gräfin von Moers und weist auf diesen Raum hin, der voll ist mit Lebensläufen und Bildern von Pastoren, die jemals in dieser Kirche angestellt waren.

Sie war es,  die dafür gesorgt hat, dass die gesamte Grafschaft Moers, und somit auch Repelen evangelisch geblieben ist.

Walpurga war zwei mal verheiratet, aber sie ist leider kinderlos geblieben. Beide Männer sind gewaltsam um ihr Leben gebracht worden, und sie selbst wurde oft von ihrem Moerser Schloß verjagt und ins Exil getrieben. Sie ist mit 70 Jahren an der Pest gestorben, hat aber in ihrem Testament verfügt, dass die Grafschaft an einen nahen Verwandten in Holland verschenkt wurde. Moritz von Oranien ist in Moers mit seinem Heer einmarschiert, hat die katholischen Spanier heraus getrieben und Moers in eine hochmoderne Festung verwandelt.  Er hat den Testamentswunsch von Walpurga erfüllt, man möge den Einwohnern der Grafschaft ihren reformierten Glauben belassen und erhalten.

Die Ahnengalerie befindet sich im Turm, gleich unter den Glocken, und man kann von hier die Glockenstube mit den dicken Eichenbalken von unten betrachten.Ahnengalerie

Hier gibt es auch ein 3 Meter hohes Bild der alten Repelner Dorfkirche aus vergangenen Zeiten. Das Bild stammt aus der ehemaligen Felkeapotheke, die vor vielen Jahren aufgehört hat zu existieren.  Die Ahnengalerie befindet sich genau hinter den weißen Fenstern im Turm. Dort wollte man zu früheren Zeiten weitere Glocken anbringen, aber das Geld hat dazu nie gereicht. Heute sind diese weißen Öffnungen zugemauert, und es sind nur noch die kleinen schwarzen Fensterchen in den weißen Flächen übrig geblieben.

Der lange, schwere und eiserne Schlüssel für die alte Eingangstür kann in einem Glasschrank in der Museumsstube betrachtet und angefasst werden.